Sonntag, 7. Juni 2015

Bohème Sauvage



Wer mir auf Facebook oder Instagram folgt, der hat bereits gesehen, dass ich gestern nach längerer Zeit mal wieder auf der Bohème Sauvage in Köln war. Und wie das bei so ziemlich jeder Veranstaltung ist, stand ich vorher mehr oder weniger verzweifelt vor meinem Schrank und überlegte, was ich anziehen soll. Das richtige Outfit zu finden, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Zunächst sollte man sich den Charakter der Veranstaltung bewusst machen. Im Falle der Bohème handelt es sich um eine Party, die das Gefühl der Goldenen Zwanziger aufgreift. Praktischer Weise gibt es dazu einen strikten Dresscode, der an der Tür auch konsequent umgesetzt wird. Eigentlich mag ich es nicht besonders, wenn man mir sagt, was ich zu tragen habe, aber diesem Fall ist es dem Flair des Gesamtkonzeptes geschuldet. Details sind der Homepage der Veranstaltung zu entnehmen. Dort wird auch deutlich, dass an diesem Abend mehr schlichtweg mehr ist. Es darf also ausdrücklich dicker aufgetragen werden als zu anderen Gelegenheiten, denn Opulenz ist Trumpf. Die ideale Möglichkeit also die große Abendrobe endlich mal wieder zu tragen. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber in meinem Schrank hängen zwei schwarze, lange Abendkleider und ehrlich gesagt versauern sie das liebe lange Jahr dort ziemlich. Die Anlässe dafür sind einfach viel zu spärlich gesät. Daher war mir gestern sehr schnell klar, dass eines von beiden mich an diesem Abend kleiden würde. 


Doch welches sollte es sein? An dieser Stelle kommt ein weiterer Faktor ins Spiel, den es beim richtigen Outfit zu bedenken gibt: Das Wetter. Ich muss gestehen, dass ich ziemlich fixiert auf den Wetterbericht bin und immer fürchte, nicht richtig angezogen zu sein. Vermutlich liegt das daran, dass ich trotzdem immer wieder an einem windigen Tag mein leichtestes Kleid trage. Nun ja, die letzten Tage waren ja reichlich warm, daher fiel es mir nicht schwer mich für das leichte Jerseykleid zu entscheiden. Hierbei handelt es sich um ein ganz einfaches Maxikleid von C&A, das ich vor zwei Jahren für sehr kleines Geld gekauft habe. Trotz seiner Einfachheit und seines schlichten Stoffes, hat es einen traumhaft schönen Schnitt, der meinem Körper sehr schmeichelt, sich aber trotzdem unglaublich angenehm trägt. In diesem Kleid muss man keine Beklemmungen fürchten, bekommt aber trotzdem sehr viele Komplimente. Manchmal kann auch ein ganz einfaches Kleidungsstück den großen Auftritt garantieren. Kombiniert mit einem Federfascinator, einer klassischen Perlenkette und schönen, hängenden Ohrringen ist man dann perfekt ausgestattet. Zum perfekten Look fehlt dann nur noch ein dunkles, starkes Make-Up und eine Wasserwelle... nur noch??? Nein, das kann man so wirklich nicht sagen. Eine Wasserwelle erfordert einiges an Übung und ist nicht mal eben so gemacht. Doch mit den richtigen Utensilien und etwas Geduld ist auch diese typische Frisur der 20er Jahre zu erlernen und ihr seid bereit für die Bohème Sauvage.



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