Montag, 9. März 2015

Inspiring Women





Seit 1977 ist der 8. März der Weltfrauentag. Wieder einer dieser vielen Tage, von denen die Medien uns erzählen. Denn mal Hand aufs Herz, es gibt doch wirklich für alles einen Tag: Krebs, Kranke, Bier, Einhörner. Dass Krebs, Bier und auch Einhörner tolle Gründe sind einen Tag zu begehen, will ich nicht einmal ansatzweise in Frage stellen. Solche Tage bieten die Möglichkeit Aktionen zu starten und auf Missstände aufmerksam zu machen und das braucht unsere Welt. Es ist gut wenn nicht sogar fabelhaft, dass es Menschen gibt, die sich berufen fühlen an einem bestimmten Tag (und meist auch das ganze Jahr hindurch) für eine Sache einzutreten. Die meisten von uns werden allerdings ehrlich zugegen müssen, dass ein Weltkrebs- oder Aids- oder Frauentag doch eher an einem vorbeiplätschert, wenn man eben nicht zu denjenigen gehört, die sich bereits aktiv engagieren. So zumindest ging es mir mit dem Weltfrauentag in der Regel. Dieses Mal allerdings habe ich mit Gedanken gemacht. Nicht direkt freiwillig aber auch nicht gezwungenermaßen. Eine Freundin von mir organisierte nämlich eine Veranstaltung anlässlich des 08. März. Nun, sie tat dies zwar einen Tag vorher aber der Sache war der Abend trotzdem gewidmet. Recht spontan lud sie mich ein und da die Zucchini Sistaz auftreten sollten, auf die ich bereits seit längerem neugierig bin, habe ich ihre Einladung sehr gerne angenommen. Bevor es los ging, fand ich mich noch mit ihr rauchender Weise vor der Stadthalle ein und es kam wie es kommen musste, wir verloren uns ein wenig in philosophischen Gedanken über Frauen, Frauenquote und Quotenfrauen. Starke Frauen sind wir beide, das steht fest. Unabhängig fühlen wir uns auch, ganz klar. Und trotzdem werden wir immer wieder über unser Geschlecht definiert. Denn beide haben wir schon erlebt, dass man nach dem Mann hinter uns gefragt hat oder uns über dessen Existenz oder Nicht-Existenz klassifizieren wollte. Eines können wir ganz klar zum Weltfrauentag sagen: Das wollen wir nicht! Wir sind selbstbestimmte Individuen und haben schon immer Wert darauf gelegt dies durch bunte Haare, Ringe in der Nase, altmodische Kleidung, hohe Pumps, tiefe Ausschnitte oder auffällige Frisuren nach Außen zu tragen. Seltsame Kombination? Oh ja! Aber das ist es eben, was eine starke Frau ausmacht: Sie lebt ihr Leben auf ihre Weise. Aber sollte das nicht jeder Mensch tun? Sein Leben so frei und selbstbestimmt wie es in einer Gemeinschaft möglich ist leben?




Was kann man denn unter diesen Umständen aus einer Veranstaltung zum Weltfrauentag mitnehmen? Ich sage es euch. Inspiration! Ein solch buntes Potpourri an spannenden Frauen durfte ich lange nicht mehr auf einer Bühne versammelt sehen. Anfangen muss ich dabei mit meiner Freundin, die den Abend moderierte. Becci ist schon länger meine persönliche Heldin. Sie ist ehrlich und stark und dazu mutig genug sich allein ein Haus zu kaufen um es zu renovieren. Auch wenn sie es bisher vermutlich nicht wusste, ich bewundere sie sehr dafür. Katinka Buddenkotte ist Autorin und was für eine! Ihre humorvollen Texte über den Krimiabend mit den Eltern, die Spezies der "Mädchen-Lädchen-Mädchen" oder den Wunsch ein Pferd und keine Reiterin zu sein haben mir Tränen des Lachens in die Augen getrieben. Ihr erster Roman "Betreutes Trinken" ist seit 2012 im Knaus-Verlag erschienen. Mit den Tränen durfte ich auch bei dem berührend ehrlichen Text von Nina Anin kämpfen, die darin den Weggang ihrer Familie aus dem Iran verarbeitet. Doch damit war die Achterbahn der Gefühle noch nicht vorbei, denn die Texte der Poetry Slammerin Theresa Hahl haben mich ganz tief berührt. Was dieses aufgeregte Mädchen auf der Bühne formulierte, die Art wie sie mit Worten jonglierte ohne einen Hauch von Blasiertheit, die Bilder die sie dabei malte... ach es war einfach wundervoll! So viel Gefühl, so viel Spaß, so viel Inspiration! Und der eigentliche Grund für mein Kommen, die Zucchini Sistaz, rundeten diesen Abend perfekt ab mit ihren lustigen, selbst geschriebenen Lyriks, ihrer zauberhaften Erscheinung und ihrem sprühenden Witz. Solltet ihr einmal die Gelegenheit haben, egal welche der soeben erwähnten Damen live zu sehen, nehmt sie wahr, denn ihr erlebt bei jeder etwas Besonderes. Das hat sich im Anschluss an das Bühnenprogramm dann bewiesen, als wir noch gemeinsam in eine Bar gegangen sind. Anregende fachliche Gespräche wechselten sich mit echtem Mädchentalk ab und so verging die Zeit wie Flug. Schneller als gedacht war der Weltfrauentag gekommen, der Abend mit inspirierenden Frauen vorbei und ich um eine fabelhafte Erfahrung reicher.



Montag, 2. März 2015

Basic Look




Heute gibt es einen ganz einfachen Look zu sehen, der meiner Meinung nach immer geht. Ich liebe ja Bleistiftröcke und -kleider! Es gibt kaum ein Kleidungsstück, dass so perfekt zu kombinieren ist. Mit einer netten Strickjacke, simplen Schuhen und einem Gürtel, der meine Taille betont, bin ich dann schon glücklich. Über so ein Outfit muss ich gar nicht nachdenken, das ziehe ich einfach aus dem Schrank. Denn ein Problem kennen wir Mädels ja sicherlich alle: Der Schrank ist voller Klamotten aber man hat einfach nichts zum Anziehen. Bei mir (und dessen bin ich mir mittlerweile sehr sicher) kommt dieses Tussiproblem aus dem "Wer die Wahl hat, hat die Qual"-Ding. Wenn der Schrank voll toller Kleidung hängt, fällt es sehr schwer etwas auszuwählen bzw. die ausgefallenen Teile zu kombinieren. Deshalb bin ich wahnsinnig glücklich, dass so ein paar Outfits in meinem Schrank hängen, über die ich einfach nicht nachdenken muss. 

Ehrlich gesagt neige ich ohnehin schon genug dazu zu viel zu denken. Und damit macht man sich das Leben schnell sehr kompliziert. Daher halte ich es für zwingend notwendig, dass wenigstens meine Kleidung einfach ist.



Cardigan: H&M
Skirt: H&M
Belt: Orsay
Tights: Lidl
Shoes: Deichmann
Brooch: Vintage via wunder-same vintage
Earrings: Vögele

Montag, 23. Februar 2015

Some kind of poodle hair


Am Samstag gabs das Outfit und hier bekommt ihr jetzt die Haare und das Gesicht zum Look. Und zwar in Farbe und buuunt. Die Frisur ist eine ganz simple Version des Poodles, die ehrlich gesagt auch nicht ganz optimal sitzt aber ich bin ja nicht so von der ganz geduldigen Sorte und gebe einfach irgendwann auf statt noch stundenlang an den Zotteln herum zu fummeln. Daher bin ich auch eine sehr große Freundin von einfachen Frisuren, die keine geschickten Hände erfordern, denn solche habe ich einfach nicht. Solange der Effekt aber nachher stimmt, macht das ja nichts. Und manchmal kann auch eine Frisur mit einem Duttring, die lediglich fünf Minuten brauchte, ziemlich toll aussehen und einige Komplimente verursachen (so im Dezember geschehen).



Samstag, 21. Februar 2015

Houndstooth


Und wieder etwas, das längst überfällig war. Diesen hübschen Pulli hat mir meine liebste Mrs Muffin nämlich bereits im Dezember geschenkt. Sie ist einfach ein Herzchen und zwar ein großes, rotes, kitschiges! Immer gut gelaunt, immer herzlich und immer glücklich, wenn sie einem eine Freude machen kann. Ich liebe es, dass ich über das Bloggen solche Menschen kennen lerne. Überhaupt habe ich in letzter Zeit viele sehr nette Menschen getroffen und die, die sich von meiner manchmal etwas forschen Art nicht haben abschrecken lassen, bleiben mir hoffentlich auch noch eine Weile erhalten. Ich tue mich nämlich ehrlich gesagt nicht immer so leicht mit Freundschaften. Zwar lerne ich schnell Menschen kennen, weil ich alles nur nicht schüchtern bin und mit meinen Gefühlen und meinem Leben recht offen umgehe, doch das ist manchen offenbar etwas zu viel. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass die bösen anderen meine Art nicht mögen und das total unfair ist. Mein größtes Problem bei Freundschaften ist nämlich, dass ich richtig schlecht darin bin, sie zu pflegen. Ich melde mich nicht immer so oft. Kontakt halten fällt mir schwer. Dann muss ich mich ab und an mal in den Arsch treten um die Menschen, die ich mag, anzuschreiben und mich wieder mit ihnen zu treffen. Auch wenn es im Februar für Neujahrsvorsätze etwas zu spät ist, ist immer Zeit für eine gute Einsicht. Und daher hab ich mich für nächste Woche mit einer Freundin verabredet, zu der ich von Anfang an einen tollen Draht hatte, mich aber letztlich viel zu selten bei ihr melde. Denn es ist ja nicht so, dass ich meine Fehler nicht zu korrigieren versuche. Ich gelobe ja immer gerne Besserung!



Jumper: Sugar Shock
Skirt: H&M
Belt: H&M
Shoes: Deichmann

Dienstag, 3. Februar 2015

Fashion Show: Vintage View


Von links: Miss Ruby Red, Tinka Demand, Martina v. Vintage View, Alex, Miss Blush&Bow, Mrs. Muffin, Pinky Paradise und meine Wenigkeit.

Wow, ich habe es tatsächlich geschafft einen ganzen Monat ohne Bloggen rum zu kriegen! Das neue Jahr fängt ja schon mal gut an. Aber ihr kennt mich, ich gelobe Besserung.

Heute schreibe ich über etwas längst überfälliges. Schon Anfang Dezember durfte ich nämlich Teil einer Modenschau sein. Wer mich kennt, der weiß, dass ich es eigentlich gar nicht so richtig mit dem Modeln hab. Ich fühle mich erheblich wohler, wenn ich diejenige bin, die an den Models rum zupft, sie in Position schiebt und für das ein oder andere Foto auch schon mal zum Lachen bringt. Daher bin ich beim Flaneur schon ganz richtig. Als die liebe Martina von Vintage View mich allerdings gefragt hat, ob ich nicht Lust habe bei einer von ihr organisierten Modenschau mitzumachen, hab ich nicht lange gezögert, denn ich ahnte schon, dass es ein riesiger Spaß werden würde.




Schon als ich die Namen der anderen Models hörte, hab ich mich sehr gefreut. Entweder kannte man sich längst, stand bereits über Instagram in Kontakt oder war einfach sehr neugierig aufeinander. Also packten mein Männe und ich uns eines schönen Sonntags ein und fuhren in Richtung Wuppertal ins Nostalgie Café in Velbert. Dort angekommen gab es gleich ein großes "Hallo" mit meiner liebsten Mrs. Muffin, denn sie moderierte den ganzen Spaß an diesem Tag. Ich freue mich immer sehr sie zu sehen, denn ehrlich gesagt, trifft man sich doch viel zu selten. Ich habe diese vor Energie sprühende Person einfach sau gerne um mich!




Zusammen ging es dann rein zu den anderen Grazien: Tinka DemandMiss Ruby Red, Miss Blush and Bow und last but not least Alex, die nicht nur hübsch ist, sondern mit der GI Jive Swing Company auch ziemlich die Bühne rocken kann. Mit diesen Ladys über den Laufsteg zu stolzieren versprach ein besonderer Spaß zu werden. Und wenn wir eines hatten, dann Spaß! Hinter der Bühne hatte man schnell den Eindruck bei einem Klassentreffen zu sein. Dazu trug maßgeblich auch die wunderbare Hair und Make-Up Fee Pinky Paradise bei. Nicht nur geschickt mit ihren Händen, sondern auch noch mit ihrem flotten Mundwerk, styled sie einerseits Hühnerhaufen wie uns, aber betreibt zudem auch einen eigenen Laden: ClockStopper Studios. Und ganz ehrlich, die Frau ist eigentlich zu schade um hinter der Bühne zu bleiben.




Der Tag war wirklich wunderbar! Und das Wichtigste: Ich bin in meinen High-Heels nicht auf die Schnüss gefallen! Profi-Model werde ich zwar bestimmt in diesem Leben nicht mehr aber zumindest genieße ich es über einen Laufsteg zu wackeln. Wir sind beim Publikum offenbar auch ziemlich gut angekommen, denn viele der vorgeführten Kleider, die eine Mischung aus Originalen, Retrolabels und der ersten eigenen Kollektion von Vintage View waren, wurden im Anschluss an die Show verkauft. Das türkise Traumkleid ist allerdings tatsächlich noch zu ergattern. Nur so als kleiner Hinweis. Ihr versteht schon.

Die ganze Show wurde begleitet von Randy Andy, einem Fotografen, der sich im Anschluss netter Weise auch noch die Zeit nahm, jede von uns einzeln in Ruhe zu fotografieren. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön, denn alle Bilder, die ihr hier seht, sind ihm zu verdanken.

Zum Abschluss kann ich nur sagen: Ich hatte einen tollen Tag mit allen Beteiligten und habe vermutlich schon lange nicht mehr so viel am Stück gelacht! Und so viel kann ich euch schon verraten, das war nicht die letzte Vintage View Modenschau. Martina hat da noch so einiges in petto. Aber dazu ein ander Mal mehr.



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